Ein Quickie ist nicht immer alles!

Wie kann ich die Dauer des Liebesaktes verlängern?

Die Dauer des Liebesspiels hängt oft maßgeblich vom Mann ab. Während Frauen lange Sex haben und mehrere Höhepunkte erleben können, ist bei ihm nach dem Schuss der Ofen aus. Kommt der Mann, geht seine Erregung sofort in den Keller und es folgt die Erholungsphase. Höchstens junge Männer sind danach schnell wieder zum Weitermachen bereit, haben dafür aber oft vorher innerhalb von Sekunden ihr erstes Pulver verschossen. Unsicherheit und Unerfahrenheit führen hier meist zur vorzeitigen Ejakulationen. Hier hilft nur: An unangenehme Dinge denken und die Erregung dadurch abflauen lassen! Wer jedoch beim Sex nicht die nächste Klausur im Kopf haben will und noch nicht viel Erfahrung im Bett hat, sollte seine Kraft ganz einfach für die nächste Runde aufheben. Will heißen: Eine Pause kann Wunder wirken. Und die Partnerin hat an Händen oder Mund ihres Lieblings sicher ähnlich viel Spaß.

Im Erotikfachgeschäft gibt es zudem Kondome, die eine desensibilisierende Beschichtung enthalten oder Cremes mit entsprechendem Wirkstoff. Der Penis wird leicht betäubt und der Mann spürt die Reibung weniger…

Mit etwas mehr Erfahrung und Kontrolle kann die sogenannte „Squeeze-Technik“ angewandt werden. In dem Moment, wo er spürt, dass der Orgasmus naht, kann er oder die Partnerin den Penis unterhalb der Eichel umfassen und mit dem Daumen und zwei oder mehr Finger fest drücken. Diese Technik kann auch bei der Masturbation als tägliche Übung trainiert werden. Beim Masturbieren lange durchhalten und bei „Ejakulations-Gefahr“ die Squeeze-Technik durchführen hilft, auch im „Ernstfall“ die Contenance zu bewahren. So lernt der Mann seinen Orgasmus hinauszuschieben, mit dem schönen Vorteil, dass der Orgasmus zusätzlich als intensiver und verlängert erlebt wird.

Wer nicht quetschen will, soll einfach locker bleiben. Denn kaum etwas hemmt den Orgasmus beim Mann so, wie total relaxte Muskeln. Die Arschbacken und Beckenmuskeln nicht anspannen, und schon fällt etwas Druck ab.

Locker macht auch die Lehre des Tantraismus (siehe 2.3.1), denn bei dieser sexuellen Variante bewegen sich beide Partner kaum und können dadurch oft stundenlang das Bett hüten. Völlig entspannt sollen so intensive Höhepunkte möglich sein. Weniger ist eben manchmal mehr, das gilt auch für allzu schnelle Bewegungen im Bett.