Striptease & Burlesque - Angesagter denn je!

Striptease

Seit der Stangentanz („Pole Dance“) als Sportart in aller Munde ist, Table Dance Bars auch jenseits der roten Meilen aus dem Boden sprießen und Burlesque-Dance dank Dita von Teese auch weiblich gebauteren Damen die erotische Entkleidung wieder schmackhaft machte, ist der klassische Striptease wieder angesagt. Das Gute: Ohne viel Aufwand kann jede(r) zu Hause eine heiße Show hinlegen.

Das Wort Striptease selbst zeigt, worum es geht: Eine Frau oder ein Mann entledigt sich der Kleidung („strip“) und spielt mit Andeutungen und Verzögerungen („tease“) um die Zuschauer so zu verführen, wie es ein direkt nackter Körper kaum könnte. Jeder, der einmal an einem FKK-Strand war, weiß, was gemeint ist.

Zu einem guten Strip braucht es nicht viel, wie Kim Basinger im Erotik-Klassiker „9 ½ Wochen“ beweist. Gedämpftes Licht, rhythmische Musik und die Fähigkeit, den Körper im Takt zu bewegen. Eine Verkleidung ist dabei gerne gesehen – von Marilyn Monroe über die US-Polizistin bis hin zum Schulmädchen-Look ist alles möglich. Wichtig: Die Kleidung fällt langsam und Stück für Stück. Laszive Gesten und Blicke peppen die Performance auf. Kein Partner, der sich nicht über eine solche Darbietung freuen würde!

Angeblich war es die antike Salome, die erstmals als Stripperin aufgetreten ist und mit dem Ablegen ihrer sieben Schleier den Herrscher Herodes und die die Götter bezirzen wollte. Wissenschaftlich belegt ist allerdings erst eine öffentliche Strip-Show im Jahre 1720, bei der Tänzerinnen ihre Kleidung fallen ließen und völlig unbekleidet „die schönsten Entréen und Ballets“ vor dem Prinz tanzten.

Im Gegensatz dazu gab man sich bei den berühmten Cancan-Tänzen Ende des 19. Jahrhunderts in Paris fast züchtig und zeigte nur Bein und Höschen, dies jedoch eingebaut in eine Tanz-Performance, bei der mit der Erwartungshaltung der Gäste kokettiert wurde. Frau versprach viel aber zeigte fast nichts…

1894 wurde auch das letzte Tabu gebrochen, als in einem Varietetheater in Paris angeblich auch die letzte Hülle einer Tänzerin fiel. Die bekannteste Stripperin der Welt – die Spionin Mata Hari – ging Anfang des 20. Jahrhunderts nicht so weit. Sie deutete Nacktheit nur an und wurde aus anderem Grund 1927 zum Tode verurteilt.

Zur Jahrhundertwende hielten immer öfter die nackten Tatsachen auf der Bühne Einzug und der Striptease florierte speziell in Berlin. Immer unter dem Vorwand der Kunst und Kultur, aber am Ende ging es doch um nackte Haut! Erst die Tänzerin Anita Berber machte in den 1920ern keinen Hehl mehr aus dem erotischen Aspekt ihrer Tänze und lebte privat ähnlich exzessiv wie auf der Bühne.

Nach dem zweiten Weltkrieg fielen schließlich alle Vorbehalte und der „Schönheitstanz“ wurde gern gesehener Bestandteil der Nachtclub-Attraktionen und berühmte Clubs wie das „Crazy Horse“ wurden eröffnet.

Heute ist Striptease eine erotische Darbietung, die nicht mehr nur in speziellen Etablissements stattfindet, sondern auf Partys, Junggesellenabschieden oder im Nachtprogramm der Privatsender. Nicht nur Frauen lassen mittlerweile die Klamotten fallen, auch männliche Stripper sorgen für Begeisterung, allen voran die berühmten „Chippendales! Das gilt auch für daheim: Wer sich traut, seine Partnerin mit einem heißen Strip im Cowboy-, Cop- oder Bauarbeiter-Outfit zu überraschen, kann sich sicherlich auf eine wilde Nacht freuen!