Auch in ganz normalen Diskos ist der Raum für zwangslosen Sex immer häufiger zu finden.

Trend Darkroom – Im Dunkeln ist gut Munkeln!

Darkrooms kennt man(n) aus Schwulen-Bars und Discos. Seit den 70ern schwören noch immer viele Gays auf ihre dunklen Cruising-Areas, in denen man spontan Gleichgesinnte zum (fast) gesichtslosen Sex trifft.

Seit einigen Jahren allerdings ziehen auch Clubs in Großstädten nach. Auf Erotik-Party wie der „Kit Kat“ in Berlin und Köln sah man sie zuerst, jetzt verlieren auch reine Party-Discos die Scheu vor Räumen, die speziell für den schnellen Sex ausgerichtet sind. Schlager-Discos wie das Kölner „Wiener Steffi“ richten spezielle Räume ein, in denen bei schwummrigen Licht das fortgeführt wird, was auf der Tanzfläche seinen Anfang nahm. Und warum auch nicht? „Früher wurde auf den Toiletten gebumst, was das Zeug hält, während andere lange warten mussten, um die Klos zu benutzen, heute gibt es eben einen speziellen Raum dafür, der auch noch von einem Türsteher gut bewacht wird, damit wirklich nur Paare rein kommen“, berichtet ein Szene-Insider, der anonym bleiben möchte. Die Darkrooms in Hetero-Diskos werden sehr gut angenommen, erklärt der Kenner. Und so ist es auch kein Wunder, dass auch das Autorenteam Nana Heymann und Sebastian Leber im neuen Partyknigge „ „Nachts sind alle Katzen blau – Feiern für Fortgeschrittene“ (Goldmann Verlag) dem Phänomen Darkroom nachgeht und direkt ein paar Regeln aufstellt.

  • Immer verhüten.
  • Schlüssel und Portemonnaie gut verstauen, damit nichts im Eifer aus der Hose fällt.
  • Weiße Shirts zuhause lassen. Im Darkroom fällt man sonst auf wie ein bunter Hund.
  • Zurückhaltung und Höflichkeit ist wichtig. Ein Nein bleibt ein Nein. Ein Ja wird klar signalisiert. Wer fremde Hände nicht am Körper spüren will, sollte dies          deutlich aussprechen.
  • Ein Darkroom ist keine Lounge. Gespräche, die über Stöhnen oder kurze Gefälligkeitsbekundungen hinausgehen, haben keinen Platz im Sex-Zimmer.