Sexting – Der Telefonsex von heute!

Sexting – Der Telefonsex von heute!

Gibt es etwas Heißeres, als überraschend ein erotisches Bild von seinem Partner zu bekommen? Oder sich mit scharfen Nachrichten, Fotos und Videos gegenseitig in Stimmung zu bringen? „What’s app“ und andere Messenger-Dienste machen es möglich. Und Millionen User nutzen es. Doch leider lauern auch Gefahren beim „Sexting“. Und diesmal hat die NSA wenig damit zu tun…

Das Wort Sexting setzt sich aus den Begriffen Sex und Texting zusammen und beschreibt das Versenden von erotischen Nachrichten und Fotos über Smartphone oder Websites wie Facebook. Es geht beim Sexting nicht um das Verschicken von Pornos oder erotischen Fotos von fremden Personen, sondern um eigene Bilder. Und das machen Viele. In den USA geben immerhin 36 Prozent der Amerikaner zu, schon mal heißes Material verschickt zu haben.

Oft handelt es sich bei den Sendern und Empfängern nicht um offizielle Partner. Und auch die Freundin oder der Freund, der Mann oder die Ehefrau sind vielleicht nicht immer gut auf den Sender der erotischen Inhalte zu sprechen. Kein Wunder, dass Revenge-Sex Websites wie „Isanybodyup“  im Netz boomen, auch wenn man davon ausgehen muss, dass das meist dort gezeigte Material Fake ist und von Profis nachgestellt wird.

Trotzdem ist etwas gesunde Skepsis angebracht. Der Internet-Security Anbieter McAffee stellte beispielsweise in einer Umfrage fest, dass immerhin 10 Prozent der Befragten von einem Ex-Partner  mit der Veröffentlichung des privaten Materials bedroht werden.

Aber auch ganz ohne kriminelle Absicht können die Sexting-Inhalte in fremde Hände geraten. Das kann ganz schnell beim Präsentieren der Urlaubsbilder auf dem Handy oder Computer im Freundeskreis. Plötzlich taucht das „Selfie“ vom eigenen Gemächt auf. Oder die moderne Technik sorgt für eine unfreiwillige Veröffentlichung der Sexting-Messages, weil das Handy automatisch alle Fotos in eine Online-Clouds lädt, zu der auch andere Zugriff haben.

Tipps für sichereres Sexting

Erhaltene Nacktfotos sollten sofort gelöscht werden. Wer dies nicht tun will, sollte alle erotischen Fotos in verborgenen Ordner aufbewahren, die von der Galerie-Funktion  nicht sofort dargestellt werden, sondern erst „aufgedeckt“ oder mit Passwort entsichert werden müssen. Außerdem sollte der automatische Upload in eine Cloud wie „Dropbox“ unterbunden oder das Foto sofort dort gelöscht werden.

Wer selbst gerne eine heiße Nachricht verschickt, sollte wenigstens darauf achten, dass das eigene Gesicht oder besondere Merkmale wie Muttermale oder Tattoos, anhand derer man identifiziert werden kann, auf den Fotos nicht zu sehen sind.

Wichtigste Regel: Unbedingt mehrmals die Handynummer oder E-Mail-Adresse kontrollieren, an die man sextet, um die anzüglichen Inhalte nicht an einen oder mehrere falsche Empfänger zu senden.

Aller Warnungen zum Trotz: Sexting macht Spaß, peppt die Partnerschaft auf und ist eigentlich ein harmloses Vergnügen. Mit viel Glück regt sich irgendwann niemand mehr über Nacktfotos auf und man kann hemmungslos weiter scharfe Bilder verschicken. Noch allerdings gibt es ein Risiko…