Wissenswertes über den Intimbereich der Frau.

Die weiblichen Genitalien

Kaum zu glauben, aber selbst viele Frauen wissen nicht, wie die eigene Vagina aussieht. Während viele Jungs ihr Glied vermessen wie ein Physiker, trauen sich nur wenige Frauen, sich intensiver mit ihrer Scheide. Kein Wunder, dass Charlotte Roches „Feuchtgebiete“ als skandalös empfunden wurde. Wer jedoch den Spiegel zur Hand nimmt und auf Entdeckungsreise geht, findet Folgendes vor:

Die Klitoris, die äußeren und inneren Schamlippen und der Scheideneingang nennt man „die
Vulva!“. Die Scheide oder Vagina befindet sich im Körper und endet beim Gebärmutterhals der zur Gebärmutter fuhrt. Soviel zur Terminologie, die – außer von Medizinern – selten korrekt eingehalten wird.
Die inneren und äußeren Schamlippen werden bei Frauen ähnlich kritisch betrachtet, wie bei Männern die Größe des Penis. Bei vielen Frauen sind die inneren Schamlippen größer als die äußeren und ragen auch im nicht erregten Zustand heraus. Da dies viel häufiger der Fall ist, als man annimmt und zahlreiche Männer diese natürlich Spielart sogar attraktiv finden, gibt es keinen Grund zu Sorge.
Das Allerheiligste der Scheide ist die Klitoris, die mit bis zu ca. 8000 Nerven für wohlige Gefühle sorgt. Sie besteht aus zwei Schwellkörpern (Klitorisschenkel) mit weiteren 40.000 Nerven im Inneren des Körpers. Nicht umsonst nennt man das sichtbare Knöpfchen der Klitoris die „Klitoriseichel“, denn es ist ähnlich empfindlich, wie die Eichel des Mannes und vergrößert sich bei Erregung, zusammen mit den Klitorisschenkeln und den Schamlippen. Da die Klitoriseichel so empfindlich ist, wird sie – ähnlich wie beim Penis – von der Klitorisvorhaut geschützt. So wie bei den Schamlippen ist auch die Klitoris nicht bei allen Frauen gleich geformt und ausgeprägt. Die Empfindlichkeit der Klitoris ist damit ebenfalls unterschiedlich.
Bei Ausreichender Stimulation der weiblichen Genitalien wird die Scheide mittels feiner Drüsen mit dem besonders gleitfreudigen Schleimsekret befeuchtet, und so wird ein schmerzfreies Eindringen des Penis erst ermöglicht. So erlebt die Frau eine Erektion, ähnlich der des Mannes, nur weniger sichtbar. Frauen sind somit erst nach vollständiger erogener Stimulation – also einem ausgiebigen Vorspiel – für eine Penetration bereit.

Die meisten Frauen haben ein Jungfernhäutchen oder Hymen. Das Hymen besteht aus einer
Ansammlung von ringförmig angeordneten Schleimhautfalten. Diese Korona befindet sich ein bis zwei Zentimeter tief in der Vagina. Hermetisch verschließt sie die Vagina keineswegs. Sollte dies in Ausnahmefällen doch der Fall sein, ist dies ein Problem, das behoben werden muss, weil das Menstruationsblut sonst nicht abfliesen kann. Die Schleimhautfalten der Korona sind ziemlich dehnbar und verschwinden nicht nach dem ersten
Geschlechtsverkehr. Die Korona bleibt das ganze Leben lang ein Teil des weiblichen Körpers und wird also nicht zwingend vom Penis beim ersten Mal durchstoßen, sondern durch die Verwendung von Tampons oder beim Sport und anderen körperlichen Aktivitäten zerrissen. Über die Hälfte der Frauen hat demnach keine Blutungen beim ersten Geschlechtsverkehr. Und selbst wenn Blut zu sehen ist, muss dies nicht vom Jungfernhäutchen stammen, sondern kann auch durch eine Verletzung hervorgerufen sein, z.B. wenn die Scheide nicht ausreichend befeuchtet ist.