Auch Schokolade kann scharf machen....

Aphrodisiaka

Was scharf schmeckt, muss nicht scharf machen. Aber manchmal versetzt ja auch der Glaube Berge…

Die Göttin Aphrodite erfreute sich schon im Altertum größter Beliebtheit. Nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern wie sie ein echtes Luder war. Regelmäßig hörnte sie ihren Mann. Allerdings mit einer solchen Anmut, dass selbst die Götter Gefallen an ihrem (Liebes-)Spiel fanden. Als ihr Gatte sie in flagranti erwischte, wollten Zeus und Co. von einer Strafe für die Verführungskünstlerin nichts wissen. Da ist es nur konsequent, dass wir alle Mittelchen, mit denen wir den Beischlaf zu beflügeln hoffen, nach der Mutter aller Seitensprünge benennen. Problem: Bislang konnten Ingwer, Paprika, Sellerie, Austern und Kavier keine wirklich aphrodisierende Wirkung nachgewiesen werden. Auch die Schokolade enthält zwar Glückshormone, doch die enthaltene Menge ist so gering, dass selbst ein paar Tafeln zwar dick aber nicht geil machen.
Etwas wirkungsvoller sind dagegen Alkohol und das – natürlich keinesfalls zu empfehlende – Marihuana. Beides wirkt sexuell stimulierend, entfaltet aber nur bei homöopathischer Dosierung die erwünschten Nebenwirkungen.

Nach dem Motto „Einmal gepoppt – nie mehr gestoppt“ greifen besonderes Schwule gerne zu Poppers. Der Drogenmix aus Isobutylnitrit oder Amylnitrit wirkt allerdings nur wenige Sekunden nach der Inhalation und wir deshalb in erster Linie als Orgasmus-Booster eingesetzt.

Ähnlich bedenklich wie Drogen ist die berüchtigte „Spanische Fliege“. Das Elixier wird aus dem gleichnamigen in Südeuropa und Nordafrika beheimateten Ölkäfer gewonnen und ist seit Jahren aus keinem Pornoshop wegzudenken. Auch wenn man hierzulande eh fast nur Placebos erhält… Das Original enthält Kantharidin-Gift und ruft ein regelrechtes Prickeln der Genitalien hervor. Bei Überdosierung droht allerdings neben Irrsinn vor allem eine schmerzhafte Dauererektion, genannt „Priapismus“. Als Namenspatron der Krankheit musste übrigens Priapos herhalten. Der Jüngling mit dem harten Gemächt ist ohnehin nicht von schlechten Eltern: Zu seiner Zeugung wählte Mutter Aphrodite den potenten Dionysos.