Nicht nur eine Einbahnstraße - der Po!

Analverkehr

Die Begeisterung für den Po ist so alt wie der Sex und hat ebenso viele Gesichter wie gute Gründe. Waren Männer schon seit jeher fasziniert vom weiblichen Hinterteil, entdecken auch immer mehr Frauen heute die Lust am Eintritt durch die Hintertür.

Der Allerwerteste ist so wertvoll, weil am Hintern zahlreiche Nerven zusammen laufen, die die Berührung durch Kneten, Streicheln oder Massieren zu einem großen Vergnügen machen. Darüber hinaus erweckt die Betrachtung eines wohlgeformten Gesäßes bei Männern wie Frauen archaische Instinkte.

Als eines der Epizentren der Lust verdient der Po beim Sex besonders Aufmerksamkeit. Gerade bei Frauen sind die erogenen Zogen nämlich vorteilhaft über den Po verlinkt. Gezieltes Stimulieren der Backen kann deshalb die Nippel erigieren lassen und sogar die Scheide befeuchten.

Männer genießen Analsex aus unterschiedlichen Gründen. Er ist „verboten“, es ist enger als in der Vagina und nicht zuletzt ist die Penetration in den Anus auch eine sehr dominante Geste, die Männer unglaublich erregend finden.

Ein großer Teil der Damenwelt steht dem Analverkehr skeptisch gegenüber, auch wenn immer mehr diesen Teil der Erotik für sich entdecken und schon 50% aller Deutschen Erfahrungen damit haben. Die Angst vor Schmerzen oder ungewollten Überraschungen und Körperfunktionen lassen das Gesäß trotzdem oft zum sexuellen Sperrgebiet werden. In der Tat ist Analverkehr nur mit besonderer Vorbereitung oder Übung für beide Partner wirklich lustvoll.

Die Vorbereitung

„Sex ist nur schmutzig, wenn er richtig gemacht wird“, sagte Woody Allen. Das gilt auch beim Analverkehr, denn Malheure passieren immer mal. Ein Taschentuch und ein Lachen helfen am besten, wenn der Mann „Dreck am Stecken“ haben sollte. Passieren tut das seltener, als man denkt.

Ist der Analverkehr allerdings fester Teil der Tagesplanung, kann Frau vorsorgen: Ein paar Stunden nichts essen, der Klogang vorher, gegebenenfalls noch ein Einlauf mit warmen Wasser für die absolute Sicherheit.

Das Vorspiel

Auch für Analexperten ist das Vorspiel wichtig. Ausrechende Stimulation lockert den normalerweise angespannten Schließmuskel. Streicheln, Küssen, Lecken und später den Finger oder einen schlanken Vibrator einführen, bereiten perfekt auf das Kommende vor. Schon jetzt ausreichend Gleitgel einsetzen, denn im Gegensatz zur Scheide sind weder Rektum noch Darm feucht oder glitschig!

Bei aller Po-Behandlung sollte außerdem die Vagina nicht vergessen werden. Je erregter die Frau, desto entspannter ist sie.

Der Akt

Auch hier gilt: Nicht mit Gleitgel geizen! Zudem ist ein Kondom zu empfehlen, denn Darmbakterien können beim Mann für schmerzhafte Harnröhrenentzündung sorgen und auch die Gefahr sexuell übertragbarer Krankheiten ist beim Po-Sex größer.

Viele Frauen empfinden übrigens die Reiterstellung als perfekte Stellung für den Analsex. Hier kontrollieren sie das Eindringen, den Winkel und das Tempo. Mit mehr Erfahrung kommen dann mehr Möglichkeiten! Wichtig: Nie nach dem Analsex direkt in der Scheide weitermachen. Die Darmbakterien können zu Blasenentzündung führen!

 

Auch immer mehr Männer entdecken mittlerweile die passive Rolle beim Analverkehr. Aus dem Kamasutra lernen wir, dass die Stimulierung des Rektums die künstlerischen Fähigkeiten eines Mannes steigern sollen. Und das darf ambitionierten Liebenden wohl nicht am Arsch vorbei gehen. Daher: Experimentieren sollte auch am männlichen Po erlaubt sein. Finger, Zunge oder Vibrator können dort ein echter Lustgewinn sein, denn als G-Punkt des Mannes gilt die Prostata. Und die befindet sich nun mal im Po…