Manche Gerichte machen heiß und scharf.!

Geile Gerichte – heiß oder scharf!

Erotische Rezepte bieten nicht nur optisch einen großen Reiz. Die teilweise luststeigernden Zutaten kitzeln Gaumen und Körper gleichermaßen, was für spätere Pläne nur dienlich sein kann. Aphrodisierende Zutaten sind bereits aus frühester Menschheit bekannt. Schon die alten Griechen wussten um ihre äußerst Libido-/ und Potenzsteigernde Wirkung. Selbst der Einkauf der Zutaten und die Zubereitung sind dabei oft schon teil des erotischen Spiels und steigern die Vorfreude auf die folgenden Genüsse aller Art. Und fündig wird man nicht nur im Afrikashop, sondern sogar auf dem Wochenmarkt. Das ätherische Öl des Rettichs soll beispielsweise die „Liebesglut ins Unkontrollierbare schüren“ und das Feigeninnere erinnert nicht nur an Sperma, sondern vermehrt wirklich den männlichen Samen. Tatsächlich ist die erregende Wirkung in vielen Nahrungsmitteln nachweisbar. Muscheln, insbesondere Austern, enthalten viele Proteine und Mineralstoffe, die Kraft geben und stimulieren. Ingwer regt die Durchblutung an, Knoblauch wirkt entspannend, Schokolade und Bananen setzen Glückshormone frei. Doch die Menge ist wichtig. Zu viel kann schädlich wirken. Wie bei der Petersiele, die das männliche Stehvermögen unterstützt, aber bei zu hoher Dosierung auch Fehlgeburten auslösen kann, natürlich bei der Frau. Über die zweischneidige Wirkung von Alkohol muss an dieser Stelle gar nicht mehr referiert werden.

Verantwortlich für die aphrodisierende Wirkung sind hauptsächlich die Sinneszellen der Nase, die schon kleinste Reize reagieren und an das limbische System weiter leiten. In diesem ältesten Teil des Gehirns entstehen Gefühle, werden Erinnerungen wachgerufen, Assoziationen geweckt. Kein Wunder, dass für erotische Speisen zahlreiche duftende, wohl schmeckende Kräuter und Gewürze auf dem Speiseplan stehen. Der enthemmende Thymian, der Lust mehrende Anis oder der Leidenschaft verleihende Chili. Auch Senf ist ein echter Scharfmacher. Doch auch wie gegessen wird ist wichtig, denn das Essen will nicht beiläufig konsumiert, sondern wirklich erlebt werden. Kleine Häppchen kosten, mit den Fingern essen, sich gegenseitig füttern, etwas in den Mund stecken… Vor allem unordentliches, unanständiges Essen hat eine aphrodisierende Wirkung, wie beim Einreiben mit Honig und dem gegenseitigen Abschlecken.

Doch eins sei gesagt: Wo kein Wille zur Lust, da findet auch kein Aphrodisiakum den Weg in Kopf und Lenden.

Eine Zusammenfassung für den Einkaufszettel:

Honig:
In Asien weit verbreitet ist die Meinung, dass die Inhaltsstoffe von Honig positive Einflüsse auf die Fruchtbarkeit der Frau und die Potenz des Mannes ausüben. Auch hierzulande wurde der Honigwein Met mit Bilsenkraut versetzt und als Stimulans getrunken. Ein weiteres Argument für den erotischen Einsatz von Honig: Er wirkt verjüngend.

Ingwer:
Das Allheilmittel aus der ayurvedischen Medizin ist süß, aromatisch und scharf. Mit ätherischen Ölen und Gingerol regt Ingwer den Kreislauf an und fördert die Durchblutung. Ingwer ist also ganz schön vielseitig – genauso wie seine Wirkung: Die Herren soll es empfindsam machen, die Ladies hingegen wild.

Basilikum:
Aus Südasien stammt die Basilikum-Pflanze, die neben ätherischen Ölen und Gerbstoffen vor allem Vitamine enthält. Hinduistischer Brauch: Täglich ein Blatt der Basilikum-Art Tulasi (Ocimum Sanctum) zu sich nehmen, dann erfreuen Sie sich neben guter Gesundheit bald auch bester lustvoller Genüsse.

Gewürze:
So viel ist bekannt: Chili erhitzt mit seinem Inhaltsstoff Capsaicin nicht nur die Gemüter. Doch auch der weiße, schwarze und lange Pfeffer, Kurkuma, Safran und Muskatnuss zeigen stimulierende Wirkung. Vanille ruft Glücksgefühle hervor und lässt Stress vergessen.
Fisch:
Es muss nicht immer Kaviar sein. Hummer, Crevetten und viele weitere Fischsorten eignen sich ebenso für aphrodisierende Genüsse. Die im Fisch enthaltenen Stoffe Eiweiß und Zink steigern die Produktion des Sexualhormons Testosteron und beschleunigen den Nachrichtenfluss zwischen den erotischen Zentren des Gehirns.

Senf:
Wie die Zwiebel war auch der Senf wegen seiner lustfördernden Wirkung in mittelalterlichen Klöstern verboten: Durch seine Schärfe wirkt er anregend und wärmend.

Rucola:
Schon die griechische Mythologie sagte der rohen Rucola-Pflanze stimulierende Wirkung nach, die Pflanze wurde dem griechischen Aphrodite-Sohn Priapus geweiht, nach dem bekanntlich die Erektion benannt wurde. Vielleicht ist Rucola nicht ohne Grund zum Trend-Salat geworden?