Frühlingsgefühle – Jetzt beginnt die heiße Zeit

Frühlingsgefühle – Jetzt beginnt die heiße Zeit

Der Winter ist noch nicht richtig vorbei, da regiert plötzlich der Frühling. Und ganz schnell schlagen auch die Frühlingsgefühle zu. Beim Wort Knospen denkt man nicht an Blumen, dass der Frühling kommt bemerkt man bald an kürzeren Outfits, und eine Wiese lässt euch an die Lust in der Natur denken.

Die Temperaturen sind dem meteorologisch Frühlingsanfang am 21. März weit voraus und die Sonne streichelt die Haut. Jedenfalls bis zur nächsten Kältewelle. Gleichzeitig mit dem Beginn der wärmeren Zeit stechen die vielen Pärchen ins Auge. Und die eigene Lust auf Lust und vielleicht auch Liebe wird unverdrängbar.

Frühlingsgefühle: Nur eine Erfindung von Liedermachern und Blumenhändlern? Oder doch eine echte Körperreaktion, die unterschwellig zur Partnersucher verdonnert?

Verhaltensforscher bestätigen die Existenz der Frühlingsgefühle. Schon in den 50er Jahren wurde an der renommierten Harvard-Universität herausgefunden, dass die Zwirbeldrüse mitverantwortlich für sexuelle Begehrlichkeiten ist. Oder besser gesagt, ein Hormon der Zwirbeldrüse: Das Melantonin.

Langstreckenflieger wissen, dass dieses Hormon bei Dunkelheit produziert wird und müde macht, also für die biologische Uhr zuständig ist. Um Jet-Lag vorzubeugen, wird es von Business-Reisenden gerne nach Atlantikflügen in Pillenform eingenommen, um einen natürlichen Schlafrhythmus herbei zu führen. Gleichzeitig jedoch vermindert das Hormon die Lust auf sexuelle Aktivitäten. Der Körper soll schließlich ruhen.

Licht dagegen verringert den Melantoninspiegel im Körper. Durch die längere Helligkeit in Frühjahr und Sommer steigt folglich die sexuelle Erregbarkeit und die berühmten Frühlingsgefühle machen sich bemerkbar.

Somit unterscheiden sich Menschen kaum von unseren Mitgeschöpfen, die ebenfalls im Frühjahr an Paarung und Nachwuchs denken.

Doch ein Hormon erklärt natürlich nicht alles. Auch das angenehme Klima selbst muss als Erklärung für die Zunahme sexueller Attraktion herhalten. Schließlich sinkt die Textiliendichte am weiblichen Körper im Verhältnis zum Anstieg der Quecksilbersäule im Thermometer. Und Männer regieren ja bekanntlich auf primitivste Reize. Melantonin hin oder her…