Die Medizin will helfen...auch dort, wo wahrscheinlich keine Hilfe nötig ist.

Falsches Spiel mit der Angst im Bett!

Viele Menschen haben sie sicher entdeckt, die Plakate, die in Großstädten – z.B. in U-Bahnen –  auf ein Problem hinweisen, das angeblich jeden fünften Mann betrifft: Der vorzeitige Samenerguss. Klar, dass kennt jeder aus seiner Teenagerzeit, wo man schon nach Sekunden sein Pulver verschoss. Doch hat heute wirklich noch jemand Probleme damit? Eher das Gegenteil ist häufig der Fall; der Mann braucht mit zunehmendem Alter immer länger, um zum Höhepunkt zu kommen oder freut sich bereits, überhaupt eine Erektion zu erleben. Viagra hilft bei solchen Problemen relativ zuverlässig. Doch auch für den angeblich so häufig auftretenden, frühzeitigen Samenerguss ist nun ein Medikament erhältlich. Und gleichzeitig wird daher auf ein medizinisches Problem hingewiesen, dass es bei Männern über 20 wohl kaum gibt. Ein Schelm, wer einen Zusammenhang zwischen Plakat-Aktion, dazugehöriger Internetseite und Medikament vermutet. Oder?

Beim genauen Hinsehen handelt es sich bei Werber und Pharmafirma natürlich um ein und denselben Absender. Im Impressum der Website versteckt sich der Hersteller des einzigen in Deutschland zugelassenen Wirkstoffs gegen „Ejaculatio praecox“ (EP). Der möchte die kürzlich erworbene Marke nun publik machen und kreiert dafür ein angebliches, neues Volksleiden. Die Auswirkungen: Ein Mann, der weniger als die durchschnittlichen fünf bis 14 Minuten im Bett durchhält und seine Ladung verspritzt, hält sich nun für krank. Und gibt folglich sein Geld für ein Präparat aus, dessen Nutzen laut der Website „arznei-telegramm“ bescheiden ausfalle und das mit acht bis zwölf Euro pro Tablette alles andere als billig ist.

Wir raten: Techniken wie die Squeeze-Technik, die man gemeinsam mit der Partnerin ausprobieren kann, lösen das Problem häufig. In dem Moment, wo er spürt, dass der Orgasmus naht, kann er oder die Partnerin den Penis unterhalb der Eichel umfassen und mit dem Daumen und zwei oder mehr Finger fest drücken. Diese Technik kann auch bei der Masturbation als tägliche Übung trainiert werden. Beim Masturbieren lange durchhalten und bei „Ejakulations-Gefahr“ die Squeeze-Technik durchführen hilft, auch im „Ernstfall“ die Contenance zu bewahren. So lernt der Mann seinen Orgasmus hinauszuschieben, mit dem schönen Vorteil, dass der Orgasmus zusätzlich als intensiver und verlängert erlebt wird.

Im Erotikfachgeschäft (und natürlich bei plusherz) gibt es Penisringein verschiedenen Größen und Kondome mit einem eingebauten Penisring, die einen ständigen Druck ausüben. Verzögerungsscreme haben eine leicht betäubende Wirkung und manche Kondomesind ebenfalls mit der leicht betäubenden Creme versehen.

Wie sagt man so schön – „Sex sells“. In diesem Fall hoffentlich nicht.

Wir wünschen euch weiterhin viel Spaß beim Sex. Egal wie kurz oder lang er dauert!