Es müssen nicht immer "Shades of Grey" sein. Auch die Klassiker der Erotik fesseln!

Erotik im Kopf

Frühling und Sommer sind die klassischen „heißen“ Jahreszeiten. Ob am Meer oder am Baggersee, die knappe Kleidung und die warmen Temperaturen laden förmlich dazu ein, die Gedanken auf erotische Art wandern zu lassen. Wer jedoch auch an kalten Tagen für etwas Romantik und Herz sorgen möchte und vielleicht sogar auf ein wohliges Schaudern aus ist, das intensiver wirkt, als „Feuchtgebiete“, sollte es einmal mit erotischer Literatur probieren.  Hier findet ihr sex – sorry SECHS – Klassiker, die inspirieren und animieren:

Das Delta der Venus – Anais Nin

„Poetisch und pornographisch, sinnlich und sensibel, ein schamlos schönes Buch.“ So Henry Miller (siehe unten), der langjährige Geliebte der Autorin und selbst Verfasser skandalöser Romane. Von einem unbekannten Sammler erotischer Literatur bekam die Autorin einen Dollar pro Seite für Geschichten, bei denen es nur um das Körperliche gehen sollte. Bei allen tatsächlich sehr sexuellen Darstellungen schuf Nim dennoch Platz für Gefühle.

Justine oder die Leiden der Tugend – Marquis de Sade

Der Namensgeber des Sadomasochismus mit seinem bekanntesten Werk von 1797. Justine und ihre Schwester werden zu Waisen und müssen für sich selbst sorgen. Juliette wird Prostituierte, Justine versucht tugendhaft zu bleiben aber durch ihre Naivität und Güte gerät sie an Menschen, die sie sexuell benutzen und ausbeuten. Harter Tobak!

Die Mémoiren der Fanny Hill – John Cleland.

Fanny Hill – eine Prosituierte – erzählt in Briefform einer fiktiven Adressatin aus ihrem Leben. Als sie fünfzehn Jahre alt war, starben ihre Eltern, und so kam sie nach London, um zu arbeiten. Dass sie in einem Freudenhaus gelandet ist, merkt das naive Mädchen erst, als es zu spät ist. Doch bald kommt der „edle Ritter“ und will sie retten… 1749 ein Skandalroman!

Lady Chatterley – D.H. Lawrence

Lady Chatterleys Ehemann, ein an den Rollstuhl gefesselter Kriegsveteran, genehmigt seiner Frau einen Liebhaber und ist sogar bereit, ein uneheliches Kind aufzunehmen. Aber er wird sie verlieren, denn das Verhältnis, das sie daraufhin mit dem Waldhüter Mellors beginnt, ist nicht nur sexuell. Wegen der ausgiebigen Darstellungen der sexuellen Begegnungen der Lady Chatterley war das Buch in England bis 1960 verboten.

Lolita – Vladimir Nabokov

Fünf amerikanische Verlage hatten das Manuskript wegen Pornographieverdacht abgelehnt. Dann erschien es in Paris. Der Roman erzählt die verhängnisvolle Liebe eines Literaturwissenschaftlers zu einem zwölfjährigen, frühreifen Mädchen. Um an die kleine Lolita heranzukommen, heiratet er ihre Mutter und verursacht dann deren Tod. Stanley Kubrick verfilmte „Lolita“ 1962.

Wendekreis des Krebses – Henry Miller

Paris in den frühen 30er-Jahren: Ein junger Amerikaner lässt sich einmal richtig gehen. Und es verschlägt ihn unter Huren und Exzentriker, Künstler und Clochards. Auf der Suche nach sich selbst und gänzlich enthemmt, folgt er seinem Vorbild, dem Dichter Walt Whitman. Henry Miller gilt als einer der wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Seine bewusst provozierend-realistische Schilderung von Sexualität dient der Entlarvung des bürgerlichen Wertesystems.