Kondom: Sichere Verhütung, sicher gegen Krankheiten!

Kondom-Historie

Seinen Durchbruch als Verhütungsmittel erlebte das Kondom – obwohl auch vorher allgemein bekannt  – erst im AIDS-Zeithalter. Vorher fristete es ein tristes Dasein in Raststättenautomaten und unter Apotheken-Theken, seit den 80er Jahren findet man das Gummi auch in Supermärkten, Drogeriemärkten, Tankstellen und Kiosken und natürlich im Ausgehgepäck fast jedes Mannes und jeder Frau.

Verhütet wird dagegen schon seit Jahrtausenden. Mit Rückzieher, Fiebermessen, Tierblasen und anderen Dingen. Seit ein paar hundert Jahren auch mit Kondom. Der italienische Arzt und Anatom Gabriele Fallopio fand als einer der Ersten den ummantelten Schutz gegen Schwangerschaft und Geschlechtskrankheiten. In seinem Buch „De morbe Gallico“ empfiehlt er 1564, beim Geschlechtsverkehr ein mit Medikamenten und Salzen getränktes Leinensäckchen zu tragen.

Charles Goodyear – der mit den Reifen – verhalf 1839 dem Kondom zum Massenprodukt. Durch Vulkanisierung von Kautschuk konnte Gummi hergestellt werden, das wasser-, wärme- und kältefest, sowie allgemein weniger anfällig war. 1855 stellte Goodyear selbst das erste Gummi-Kondom her, welches 15 Jahre später in Serie ging.

Das moderne „Gummi“ besteht seit 1930 nicht mehr aus Gummi, sondern meist aus Latex.

Und woher hat das Kondom seinen Namen? Ein Oberst Dr. Condom – Hofarzt Charles des II. – könnte als Namenspatron des Kondoms herhalten, denn er empfahl schon früh Hammeldärme zur Verhütung. Logischer klingt die Ableitung „Kuppel für den Penis“ aus dem Lateinischen: „con“ = „mit“ und „domus“ = „Haus“ oder „Kuppel“.