Orgasmus: Was ist das und wenn ja, wie viele? Teil II

Orgasmus: Was ist das und wenn ja, wie viele? Teil II

Nachdem Wir in Teil I einen kleinen Überblick über den Begriff Orgasmus bekommen haben, widmen Wir uns ein paar inspirierenden Ideen und Tipps!

Nicht alle Orgasmen fühlen sich gleich an und doch haben Männer und Frauen ähnliche Empfindungen, weil bestimmte Sexualorgane bereits vor der Entwicklung einer Geschlechtsidentität von demselben Gewebe abstammen, beispielsweise Hoden und Eierstöcke, die Harnröhren, Prostata und Paraurethraldrüse, Penis und Klitoris, usw.

Die Geschlechtsorgane sind nicht bloss von einem Netz aus Muskeln, Sehnen und Fett umgeben, sondern selbstverständlich auch mit Nervenbahnen versehen. Frauen sind hier sogar etwas komfortabler ausgestattet als Männer. Doch beide haben gemeinsam, dass der Nervus Pudendus (auch als „Schamnerv“ oder „Wollustnerv“ bezeichnet) über das Rückenmark eine lebenslange Verbindung zwischen Gehirn und Penis bzw. der Klitoris herstellt. Andere Nerven verlaufen auch ausserhalb des Rückenmarks und bewirken, je nach Stimulation, verschiedene Kombinationen von Empfindungen, darunter auch Orgasmen.

Wie Sie vielleicht merken sind seit dem ersten Teil unseres Artikels bisher mehr Fragen aufgekommen, als wir Antworten geben konnten. Deshalb schnuppern Sie doch auch demnächst in die Artikel Der Orgasmus der Frau, als auch Der Orgasmus des Mannes. Hier erfahren Sie mehr über andere genitale Orgasmen und ihre Zusammenhänge mit dem Körper.

Der Nacken, die Ohrläppchen, Unterarm, die Seiten der Hüfte, die Innenseite der Schenkel, Zehen oder doch der Finger? Jeder Mensch hat sicherlich so seine Lieblingsstellen und ist hier besonders empfindsam. Durch das Stimulieren der Nippel oder der Brust produzieren und verabreichen Neuronen ein bestimmtes Hormon in das Blutsystem, das Gehirn sowie in das Rückenmark. Hier entsteht ein Wechselspiel, dass Ihr Genitalsystem ganz automatisch angeregt – beim Mann, als auch bei der Frau gleicherweise. Wie Sie vielleicht bereits wissen, gibt es sogar Frauen, die während der Geburt ihres Kindes einen Orgasmus erlebt haben. Manch eine Person empfindet ihn während des Schlafes im Traum oder gar bloss durch Oralsex, usw. Wichtig hierbei ist vor allem auch die Atmung, denn ein Orgasmus braucht einen gewissen Anteil Kohlenstoffdioxid, um so richtig in die Gänge zu kommen. Lassen Sie sich also ruhig fallen oder experimentieren Sie auch mal ein wenig. Dieser Tipp richtet sich vor allem an die Herrenwelt: wenn Sie doch mal länger möchten als ungeplant, nehmen Sie doch ein paar tiefe Atemzüge durch den Mund und beobachten Sie dabei Ihre Empfindungen.

Ein Niederländer erzählte uns von seiner Konfrontation mit Sexualität, nachdem er vor ein paar Monaten eine schwere Rückenmarksverletzung erlitt. Seither hat er zwar keine Empfindungen mehr abwärts der Hüfte, bekommt aber dennoch eine Erektion, wenn man diese Körperstellen stimuliert. Durch die Verletzung am Rückenmark kann die jeweilige Person in der Regel weder ejakulieren, noch einen klassischen Höhepunkt erleben, doch entdeckt dieser Niederländer sein Lustempfinden, laut eigener Aussage, nun viel stärker als vor seinem Unfall. Vielleicht auch, weil er sich zusätzlich auf andere Körperstellen neu einlässt? Fakt ist, dass ein körperliches Vergnügen nicht nur über das genitale, sondern auch über das respiratorische und andere Körpersysteme bezogen werden kann. Ungefähr so, wie Stress auch Kopfschmerzen verursacht und ein tolles Fussbad sie wieder löst. Das Genitalsystem ist hervorragend organisiert, um vor Begierde zu strotzen, doch es scheint, dass andere Körpersysteme offensichtlich einige ähnliche Eigenschaften besitzen und unter geeigneter Anregung und Sensibilisierung eine vergleichbare Aktivität aufweist.

So manchen Gesichtsausdrücken ist es im Freudenspiel trotzdem nicht anzusehen, ob die Person gerade den 6er im Lotto nachempfindet oder doch eher die Spitzhacke im Fuss. Das liegt daran, dass die Gesichtsmuskulatur nicht darauf ausgelegt ist Gefühle äusserst akkurat auszudrücken und vor allem am Gehirn, dass den Dirigent des orgiastischen Orchesters darstellt. Demnach werden zwei der durch Schmerz aktivierenden Regionen auch beim Orgasmus aktiviert, was vielleicht für die eigentümlichen Anblicke verantwortlich ist.

Wie Euripides, ein grosser griechischer Dramatiker, schon sagte „Abwechslung stärkt den Appetit“. Seien Sie mutig und erkunden Sie die erfreulichen Fakten und was es darüber hinaus zu entdecken gibt, auf Ihre eigene Art und Weise! Schauen Sie doch vor allem mal, was es mit Ihrer Stimmung macht, wenn man den einen oder anderen Orgasmus auf der Lustzonensafari einfach mal auslässt.

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