Der Orgasmus des Mannes – Teil II

Der Orgasmus des Mannes – Teil II

Die alten Chinesen glaubten fest daran, dass jeder Orgasmus einen hohen Energieverlust darstellt. Auch im Taoismus hält man an der Kontrolle fest, da alles andere die männliche Gesundheit beeinträchtigt und Verletzlichkeit verursacht. Mit viel Sex und wenig Orgasmen, kann diese Lebensenergie dann wieder hergestellt werden. Extrem häufige Orgasmen beeinflussen nämlich auch beim Mann das Belohnungssystem. Das wussten nicht nur ein paar Menschen von Urzeit, sondern ist neuerdings auch der modernen Wissenschaft bekannt. Und abgesehen davon: Waren Sie schon einmal „notgeil“? Wenn Sie mal so richtig männlich, sprich voller Testosteron, sein wollen, dann geben wir Ihnen nun den ultimativen Tipp, sich hin und wieder mal einen Orgasmus vorzuenthalten. Darüber aber gleich mehr. Über was richtig und was falsch ist, wollen wir von Plusherz uns hier nicht einigen – als Forschungsfeld sind all die verschiedenen Ansichten zum Thema Orgasmus aber durchaus interessant und das empfehlen wir Ihnen recht herzlich. Schon im ersten Artikel über den Orgasmus berichteten wir über dessen evolutionsbedingten Einfluss auf das Paarungsverhalten. Doch wie lange braucht eine physische Erholungsphase bei Männern, zur neuen schwungvollen Lustgewinnung, überhaupt? An sich ist das von Mensch zu Mensch natürlich sehr unterschiedlich. Ein Orgasmus beeinflusst (allerdings noch etwas umstritten) Ihren Testosteronspiegel, was diverse Nebenwirkungen mit sich bringt. Dieser Spiegel ist höher, wenn Sie sich vom Orgasmus fernhalten. Bei sexuell, erregenden Aktivitäten steigt er leicht an und kommt (ohne Orgasmus) danach wieder auf sein persönliches Normallevel. Orgasmen triggern einen Hormonzyklus, der ein paar Tage braucht, um in seine Ausgangsform zurück zu kehren. Wissenschaftler berichten hierzu über eine Erholungsphase von ca. 7 Tagen, von der die sexuelle Leistung als auch die persönliche Laune beeinflusst sein kann. Bestimmte Neurotransmitter und Hormone können durch den klassischen Höhepunkt sogar einen „Hangover“ von bis zu 21 Tagen verursachen. Es gibt eine Reihe von Aussagen, die, nebst einer enormen Steigerung der sexuellen Energie, auch von anderen positiven Faktoren durch den Orgasmusverzicht berichten, etwa schnellerer Haarwuchs, mehr Prosuktivität und Charisma, mehr Muskelaufbau, usw. Die anatomischen Gegebenheiten eines Mannes schreien sozusagen nach Orgasmusvielfalt. Angefangen bei klassischen Höhepunkt, hin zum Prostataorgamus, bis Ejakulationsfreie als auch multiple Orgasmen, ist alles dabei. Und vergessen Sie nicht den potenziellen Höhepunkt hinter dem Ohrläppchen, an den Nippeln, und und und.. Bei unseren Recherchen fiel trotzdem auf, das der weibliche Orgasmus scheinbar mehr auf modernem Stand erforscht ist, als der männliche. Sie sollten sich sicher sein, dass das ein oder andere Geschlecht aus physischer und natürlicher Sicht nicht mehr oder weniger Orgasmuspotenzial mit sich bringt. Es ist vor allem eine Frage der Offenheit und Zugewandtheit zu ihrer individuellen Persönlichkeit. Falls Sie noch mehr über den Orgasmus erfahren wollen, empfehlen wir Ihnen einen Blick auf die Pioniersarbeiten von Masters & Johnson. Dank ihnen kam in den 70er Jahren erstmals eine wissenschaftliche Beschreibung über den männlichen Orgasmus zu Tage. Auch andere Bodyworker, Therapeuten, Mystiker, Wissenschaftler und co erbrachten derweil wichtige und nützliche Beiträge rund um die menschliche Sexualität, die bereits in diversen Büchern veröffentlicht wurden.