Der Orgasmus des Mannes – Teil I

Der Orgasmus des Mannes – Teil I

Wenn Mann seinen Samen verliert und nicht gerade auf dem Felde steht, nennen wir das „Orgasmus“. Aber macht das überhaupt Sinn? Plusherz stellt wiedermal alles in Frage und ist neugierig geworden. Erektion, Erregung und Ejakulation hängen nicht immer zwangsläufig miteinander zusammen – egal in welcher Reihenfolge Sie es sehen wollen. Mann kann sogar Injakulieren, das heisst der Samen verzieht sich durch Fingerdruck oder Muskelkontraktion in die Harnröhre und wird erst beim Urinieren ausgestossen. Sperma, dass gar keinen Ausweg gefunden hat und dessen „Verfallsdatum“ quasi schon abgelaufen ist, wird vom Körper einfach wieder abgebaut, ähnlich wie Blutzellen. Um das Sperma in Schuss zu bringen, muss die Druckkammer aber erst einmal auf Vordermann gebracht werden. Das Erschlaffen eines „Ventils“, fachlich wird dieser Muskel auch Sphinkter genannt, sorgt dann für das Herausschleudern der Flüssigkeit. Beim Anspannen können sich die Samenblässchen erneut füllen. Selbiger Schliessmuskel ist übrigens auch für die Injakulation verantwortlich.

Glauben Sie uns, wenn wir Ihnen erzählen, dass Kelloggs Cornflakes ursprünglich als Anti-Masturbationsmittel erfunden wurde? Der Arzt John Harvey Kellogg, als auch ein paar seiner stark konservativen viktorianischen Kollegen, war der Ansicht, das Orgasmen ein abscheuliches Verbrechen darstellen und den Menschen in den Wahnsinn treiben. Eine gesunde Ernährung sollte Aushilfe schaffen und die Triebe regulieren. Glücklicherweise und trotz Streitigkeiten fügte sein Bruder Will der ganzen Komponente noch etwas Zucker hinzu. Anders hätte diese Geschäftsidee wohl nicht überlebt.

Gehen wir nun wieder zum eigentlichem Thema über: Auch die Herren sind nerventechnisch gut bestückt und manch einem Tabu oder einem Klischee steht dem vielleicht sogar im Weg. Anders als bei der Frau, profitieren Männer vor allem von 3 Nerven, die für diverse Orgasmen verantwortlich sind. Gerade mal ein Nerv zeigt seine erogenste Zone im Penis: der Pudendal- bzw. Schwamnerv, auch hier wieder verantwortlich für den klassischen „Höhepunkt“ wie in der Frauenwelt. Dieser Nerv findet seinen Weg übrigens auch zum Scrotum, zum Perineum, als auch in den Anus. Wer von Ihnen hat bereits Gänsehaut? Als wäre das schon nicht genug, gibt es noch den Beckennerv, der im Rektum endet, sowie den Hypogastricnerv (Unterbauch-Nerv), der vor allem die Prostata und die Hoden beglückt. Die, die es noch nicht gewagt haben: Was halten Sie davon Ihre Lustzone zu erweitern und ihre erogenen Zonen am und im Analbereich auszukundschaften? Viele Männer kämpfen hier immer noch mit moralischen Blockaden oder ekeln sich vor Fäkalien. Dem ist abzuhelfen und Hygiene spielt hier ganz gewiss eine wichtige Rolle. Plusherz wird bald noch in einem anderen Artikel ausgiebiger darüber berichten. Für alle Infos stehen wir Ihnen selbstverständlich vorab im Laden zur Verfügung.

Zurück zu den (B)analitäten: Sobald wir in Erregung kommen, bewegt sich der ganze Beckenboden und damit auch seine Nerven. Nutzen Sie Ihren Beckenboden, auch gerne bewusst und spielen Sie damit. Er beeinflusst Ihre Potenz und beugt darüber hinaus im ausgeglichenem Zustand der Inkontinenz vor. Die Effekte eines Trainings sind denen der Frauenwelt ziemlich ähnlich. Vor allem aber bekommen Sie dadurch eine bessere Wahrnehmung der Genitalien, eine Verbesserung der Erektionsfähigkeit und eine längere Standfestigkeit. Mit ausreichend Gleitmittel kann die Prostata im Anus bewusst stimuliert werden, um orgiastische Gefühle hervor zu zaubern. Übrigens gibt es hervorragende Toys zum Erforschen, sogar von Sexological Bodyworkern empfohlen. Die Prostata erzeugt und gibt ein Sekret ab, dass sich mit dem Samen vermischt. Vorallem aber ist sie auch ein sehr sexualempfindliches Gebiet. Man sagt, die Stimulation hilft auch zur Krebsprävention. Was spricht also gegen Ihr Poloch, wenn es der reinen Gesundheit als auch dem Lustempfinden gleichermassen dienen kann? Unter tantrischem Aspekt heisst es, dass gerade dann die Sexualenergie zu zirkeln beginnt und Ganzkörperorgasmen spürbar gemacht werden können.

Im nächsten Teil des Artikels beschäftigen wir uns etwas mehr mit der Wirksamkeit der Orgasmen bei Menschen mit Penissen.