Mal groß, mal klein...

Die männlichen Genitalien

Kein Penis ist wieder der andere. Manche sind lang, manche kurz, manche dick, manche dünn, manche gebogen, manche gerade. Jeder Penis hat Vorzüge und Nachteile und immer liegen diese im Auge des Betrachters. Fakt ist: Für jeden Topf gibt es einen Deckel, auch beim Penis. Lange oder dicke Penisse können einer schmalen Frau Schmerzen bereiten, genauso können gebogene Penisse bei einer Frau perfekt den G-Punkt treffen, sich bei der nächsten einfach nur unangenehm anfühlen. Der perfekte Penis ist für jede Frau anders! Die männlichen Genitalien bestehen aus Penis - Schaft und Eichel - und dem Hodensack mit Hoden und Nebenhoden. Als die empfindlichsten und lustvollsten Regionen (manche behaupten, den einzigen erogenen Zonen des Mannes) gelten die Eichel, das Vorhautbändchen (Frenulum) und der Wulst, der sich rund um die Eichel an ihrem unteren Rand befindet (Corona Frenulum). Vergessen werden dabei oft die Hoden, deren Stimulation genauso Wohlbefinden auslösen können. Ebenso empfindlich - wenn auch nicht den klassischen männlichen Genitalien zugeordnet - ist die männliche Prostata (siehe Kapitel 2.1.4.). Im schlaffen Zustand umschließt bei manchen Männern eine Hautfalte - die Vorhaut - die Eichel ganz, bei anderen Männern teilweise. In verschiedenen Ländern und Kulturkreisen wird diese häufig aus religiösen oder hygienischen Gründen chirurgisch entfernt. Auch hierzu gibt es geteilte Meinungen, denn die Entfernung kann auch dazu führen, dass die Eichel durch den fehlenden Schutz weniger empfindlich wird. Wird der Penis hart, erfolg dies, indem Blut in die Schwellkörper strömt, wodurch sich der Schaft verdickt und versteift. Auch die Harnröhren- und Eichelschwellkörper werden vermehrt durchblutet und nehmen so an Farbe und Größe zu. Doch auch hier gibt es Unterschiede von Mann zu Mann. Bei einigen ist der Penis schon im schlaffen Zustand ähnlich groß, wie im erigierten, bei anderen wirkt der schlaffe Penis klein und vergrößert sich bei einer Erektion stark. Im Volksmund spricht man hier vom „Blutpenis“ oder „Fleischpenis“. Die Nebenhoden bewahren die Spermien, die die Hoden produziert haben. Wenn der Mann sexuell erregt wird, werden Millionen von Spermien durch die Samenleiter transportiert. Sie vermischen sich mit Samenflüssigkeit, die von den Samenbläschen und der Prostata produziert wird, und wird zum Sperma. Bei der Ejakulation wird das Sperma durch die Harnröhre im Penis aus dem Körper ausgestoßen. Die Menge des Spermas ist wiederum von Mann zu Mann und von Tag zu Tag unterschiedlich. Proteinhaltige Nahrung, eine gesunde Lebensweise und ein langes Vorspiel vor dem Orgasmus können zu einer größeren Sperma-Menge führen. Fruchtbarer ist man(n) dadurch jedoch nicht.