Was wir im Bett wirklich wollen!

Was wir im Bett wirklich wollen!

Wir lieben Blümchensex in der Dunkelheit unter der Decke. So das gängige Klischee, wenn es um die Matratzengewohnheiten der Menschen, speziell der Deutschen, geht. Eine Studie brachte an den Tag, dass zwischen Fantasie und Realität jedoch Welten liegen. Wissenschaftler der Université du Québec à Montréal haben sich kürzlich in einer Studie den sexuellen Fantasien des Menschen angenommen um Vergleichsdaten bei der Diagnose von psychischen Störungen zu sammeln. Die Frage „was ist normal, was ist unnormal“, sollte in Hinsicht auf sexuelle Vorlieben geklärt werden. „Klinisch gesehen wissen wir natürlich, was pathologische Fantasien sind“, so Studienleiter Christian Joyal. Sie hätten etwa damit zu tun, Schmerz auszuüben, oder jemanden zum Sex zu zwingen. Aber was ist in der Bevölkerung generell abnorm oder atypisch?, fragten sich die Forscher. Um das herauszufinden, befragten sie mehr als 1500 Erwachsene (davon etwa 800 Männer und 700 Frauen) im Alter von durchschnittlich 30 Jahren und erforschten deren sexuelle Wünsche. Die Ergebnisse überraschen: Unnormal ist demnach das, was längst verboten ist: Sex mit einem Kind oder einem Tier. Das sind die einzigen Fantasien, die weniger als 2,4 Prozent der Befragten hegen. Unüblich nennen die Forscher sexuelle Wünsche, die in den Fantasien einer bedeutend größeren Zahl von Menschen eine Rolle spielen aber noch länger nicht zu den allgemein üblichen Fantasien gehören: Spielchen mit Natursekt, Sex mit einer Prostituierten oder einer wehrlosen Person. Weniger als 16 Prozent der Männer und Frauen gaben an, davon zu fantasieren. Mehr als 50 Prozent aller Befragten teilen sich Fantasien wie Sex in der Öffentlichkeit oder die, von einem Partner dominiert zu werden. Zum Fantasie-Mainstream gehört – wenig überraschend – der Sex mit zwei Frauen bei Männern. Im Gegenzug finden nur 31 Prozent der Frauen den Sex mit zwei Männern reizvoll. Sie stehen eher auf besonders romantische Atmosphäre (85%) Ebenfalls eine große Rolle spielten bei Männern Analsex-Fantasien und der Wunsch, die Partnerin beim Sex mit einem anderen Mann zu sehen. Bei der Analyse dieser Fantasien mussten die Wissenschaftler kapitulieren. Evolutionär sei dies nicht zu erklären, so die Forscher.