Bin ich schön? - Attraktivität, Schönheitsideal und Körperempfinden

Bin ich schön? – Attraktivität, Schönheitsideal und Körperempfinden

Haben Sie die Winterkleidung schon auf den Dachboden gestellt? Es ist ja schon fast Sommer und die Sonne zeigt sich bereits von ihrer besten Seite. Die Leute zieht es auf die Strassen und so kommt auch der allgemeine Körperkult wieder zum Vorschein. Die einen haben Tattoos, die anderen hier und da ein paar Piercings oder aber man strahlt ganz von Natürlichkeit. Lange Haare, kurze Haare, bunte oder neutrale Kleidung. Diverse Fettpölsterchen, schmale oder breite Körper. Schiefe Nasen, stupsige Nasen und und und. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt und doch kommen gerade zu wärmeren Jahreszeiten manchmal immer wieder ähnliche Themen auf: Sehe ich gut aus? Was kann ich tragen? Wie sexy darf und will ich eigentlich sein? Die Dokumentation „Embrace – Du bist schön“ von Taryn Brumfitt hat uns inspiriert etwas über das Körperempfinden bzw. über das Schönheitsideal zu schreiben.

Neulich trafen wir einen taoistisch, sexologischen Bodyworker, der uns von seiner Sichtweise erzählte, dass sich jeder Mensch den Körper aussucht, mit dem er in diesem Leben am besten lernen kann. Wenn auch eine spirituelle Ansicht, die nicht jedermanns Sache ist, fanden wir die Vorstellung gerade für Personen, die ihren Körper vielleicht nicht mögen, irgendwie ermutigend. Schliesslich ist der Körper etwas eigensinniges, das wir auch mit unserem Denken und Fühlen nutzen können. Medienphänomene und manch andere Vorbilder suggerieren uns aber ständig, dass wir auf bestimmte Weise aussehen und uns bewegen sollten. Selbst die Menstruation kommt hier eher als etwas negatives zum Vorschein und soll im besten Fall garnicht erst stattfinden, weil sie so unangenehm sein kann! Vor allem Jugendliche leiden unter den Idealen und empfinden ihren eigenen Körper als makel- und mangelhaft. Wie können wir uns davon distanzieren und wirklich lernen, was wir persönlich mögen und uns so akzeptieren wie wir eben nunmal sind?

Wir behaupten mal, dass Sexualität ein ziemlich direkter Weg ist, das eigene Körperempfinden samt seiner Schamgefühle und besonderer Vorlieben – was im Übrigen eng beieinander liegt – zu erforschen. Vorausgesetzt wir erleben eine bewusste Sexualität. Wann berühren und sehen wir uns heutzutage mehr, wenn nicht in intimen Begegnungen, sei es die Masturbation oder ein sexueller Austausch? Alleine, mit einer oder gar mehreren Personen. In Sachen Akzeptanz und Ausdruck des eigenen Körperempfindens ist hier vor allem die Selbstbestätigung gefragt. Was denken wir, wenn wir in den Spiegel schauen und dabei den fühlenden Körper beachten? Taryn Brumfitt berichtet hier als vorbildliches Beispiel über Turia Pitt, wenn auch nicht im sexuellen Kontext. Die Frau geriet während eines Marathonlaufs in ein Buschfeuer und erlitt schwerwiegende, lebensbedrohliche Verbrennungen. Heute sagt sie, dass sie nicht einmal weiss ob dieses Ereigniss das schlimmste oder beste war, dass ihr je passiert ist. Umso mehr steht sie nun selbstbewusst im Licht der Öffentlichkeit und sie strahlt deutlich aus, das zu tun, was für sie persönlich das richtigste ist. Beachtlich ist hier vor allem, dass Turia Pitt zuvor als Model gearbeitet hat. Was ist für uns und unseren Körper das derzeit Richtige?

Sind Attraktivität und Schönheitsideal das Gleiche?

Das Schönheitsideal spielt sich auf vielen Ebenen ab. Biologen sagen, dass entsprechende Vorstellungen vor allem mit Rivalität und Konkurrenz zusammenhängen. Je seltener das Geschlecht innerhalb einer Kultur, desto höher sind die Schönheitsideale dieser Gruppe. So richtet sich dieser Faktor aber wohl eher gegen das eigene Geschlecht und nicht zwingend, um der anderen Person zu gefallen. Attraktivität hat nochmal einen anderen Stellenwert und glücklicherweise orientiert sich dieser vor allem an der Individualität, wenn uns denn nichts täuscht.
Um einmal wieder mehr auf die Sexualität einzugehen: Schamlippenverkleinerung ist die siebhäufigste Operation in der plastischen Chirurgie. Die beliebte Hodensackstraffung dauert in der Regel nicht länger als 30 bis 90 Minuten. Für wen es das Richtige ist und was die genauen Gründe hierfür sind, soll jedem selbst überlassen sein. Die Frage ist vielmehr: gibt es hier tatsächlich ein Problem oder folgen wir einem Schönheitswahn? Inwiefern schämen wir uns für unseren Körper? Über das Thema Scham wird die Redaktion von Plusherz noch in einem anderen Artikel schreiben.

In dem Moment wo wir beim Sex den Bauch einziehen, um unserer Vorstellung entsprechend vielleicht sexier zu wirken, behandeln wir sicher kein echtes Problem. Vor allem sind wir dann nicht mehr im fühlenden Körper, sondern im Kopf. Klingt irgendwie unlogisch für den Fall, dass man gerade Sex haben möchte, nicht? Der Biologe Josef H. Reichholf erklärt indessen, dass wir Menschen in die farbenfrohe Welt der Vögel besser eindringen können, als etwa in die der nasenorientierten Hunde. Das hängt damit zusammen, dass wir uns im Ausdrucksverhalten mit den Vögeln ähneln. Auch hier eben wieder das Aussehen, die Bewegung und andere Verhaltensweisen. Auch wenn Gerüche erwiesene Richtungsweiser für unsere Lebensinhalte sind, können wir uns darüber erstmal nur schwer austauschen. Und trotzdem sagen aktuelle Studien, dass Frauen, die einem Schönheitsideal entsprechen, weniger Sex haben als der Durchschnitt. Übrigens sogar je schlanker, desto weniger. Was also ist nun das Geheimnis der Attraktivität? Wenn uns der eigene Körper im Erleben gefällt, haben wir vielleicht unser Ziel erreicht. Denn das ist es, was wir an Attraktivität ausstrahlen, angefangen bei uns selbst. Wenn das bedeutet, sich auf starke äusserliche Veränderungen einzulassen, weil sich die eigene Unzufriedenheit organisch anfühlt und nicht einem Gedankenkonzept entspricht, dann sollte man vor allem darauf achten, dass der zukünftige Prozess sich gut und stimmig im Körper anfühlt. Oder etwa nicht?

Zu guter Letzt…

Was Plusherz Ihnen hier bieten kann, sind keine Korrekturen, aber zahlreiche Hilfsmittel, die den Körper pflegen und helfen ihn zu geniessen, als auch mit anderen Körpern auf besondere Art in Kontakt zu kommen. Die Marke Vabelle etwa hat sehr spezifische und für den Sommer passende Produkte für unterschiedlichste Ansprüche entworfen. Wenn die Schenkel aneinander reiben und sie eben keine „Thigh Gap“ haben, eignet sich hier der neue Intimate Protection Roll-on! Notfalls verwenden sie den auch einfach als Fersenschoner beim Tragen hoher Schuhe. Witzig, aber wahr! Auf alle Vabelle Produkte gibt es im Mai 2018 20% Rabatt. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.